Warum brauchst Du einen Businessplan?

Zu Beginn hilft ein Businessplan  bei Analyse und Planung einer Geschäftsidee bzw. des zukünftigen Geschäftsmodells. Der große Vorteil ist, dass jegliche Fehler nur auf dem Papier gemacht werden, ohne dass es Geld kostet oder sogar die Existenz des Unternehmens gefährdet. Erwiesenermaßen scheitern  Firmen mit einem Businessplan wesentlich seltener.

 

Zweitens lohnt sich die in einen Businessplan investierte Arbeit auch langfristig: Die Ausarbeitung hilft beim Abgleich von erreichten Meilensteinen. Das Planbudget kann beispielweise für einen Soll/Ist-Abgleich genutzt werden. Das heißt aber auch, dass ein Businessplan regelmässig hinterfragt und Fehlannahmen, respektive neue Entwicklungen, korrigiert bzw. ergänzt werden sollten. 

 

Letztlich ist ein Businessplan das wichtigste Verkaufsdokument für die Kapitalbeschaffung. Investoren und Banken verlangen fundierte und sorgsam ausgearbeitete Businesspläne als Voraussetzung für eine Beteiligung oder eine Finanzierung. Um zu überzeugen, muss das Geschäftsmodell verstanden werden und hinreichend erfolgversprechend klingen.  

Warum Du den Businessplan selbst schreiben solltest!

Im Internet findet man jede Menge Angebote von Firmen und Beratungen, die im Auftrag Businesspläne (für Startups und Unternehmen) schreiben. Die Kosten reichen dabei von wenigen hundert Euro und gehen, bei anspruchsvolleren Plänen, schnell in den fünfstelligen Bereich.

 

Eins vorweg: ein professioneller Businessplan ist aufwendig. Die meiste Zeit fließt in die Analyse, aber auch die anderen Bausteine brauchen ihre Zeit. Folglich kann in einen Businessplan für wenige hundert Euro weder Zeit in eine ordentliche Analyse, noch in eine darauf aufbauende und belastbare Strategieentwicklung geflossen sein. Von einem fundierten Finanzteil ganz zu schweigen. Diese Businesspläne bestehen in erster Linie aus vorgefertigten Textbausteinen. 

 

Sie mögen noch ausreichend für einen Gründungszuschuss von der Bundesagentur sein, aber entsprechen niemals den Anforderungen von Banken und Investoren für eine größere Finanzierung oder Beteiligung.

 

Bei den teureren Businessplänen kann man (hoffentlich) davon ausgehen, dass mehr Zeit in die Analyse und Strategieentwicklung – auch in Absprache mit dem Auftraggeber – gesteckt wird. Dies sollte man ggf. vorher genau erfragen. Dennoch bezweifele ich, ob man mit einem solchen Businessplan weit kommt.

 

Hierfür gibt es m. E. zwei wesentliche Gründe:

Dritte können sich nur sehr schwer im Detail in Deine Geschäftsidee hineinversetzen. Und wenn sie es tun, ist dies mit einem sehr großen Zeitaufwand verbunden. Dieser will wiederum (zu Recht) bezahlt werden. Überlege einfach mal, wie viele Stunden Du schon mit Deiner Geschäftsidee verbracht hast, bevor Dir überhaupt eine Firmengründung bzw. das Schreiben eines Businessplans in den Kopf gekommen ist.

 

Umgekehrt wird der Businessplan-Verfasser im Einzelnen Gedankengänge haben, die Du nicht hast oder auch nicht immer nachvollziehen kannst. Dabei kann es durchaus sein, dass der Verfasser des Businessplans gute Ideen und neue Sichtweisen hat. Aber spätestens im Gespräch mit Banken, Investoren oder potenziellen Geschäftspartnern kann man sich böse blamieren, wenn gestellte Fragen (in Bezug auf den Businessplan) nicht kompetent und souverän beantworten werden. Damit hat man sich schnell disqualifiziert. Schade, wenn die Geschäftsidee eigentlich doch vielversprechend ist.

 

Was also tun? Letztlich musst Du Deinen Businessplan im Wesentlichen selbst schreiben, auch wenn es Zeit kostet und gewisse Mühen erfordert. Es ist aber völlig legitim, sich professionellen Beistand zu holen, der Dich beim Schreiben des Businessplans an die Hand nimmt, Dir die Struktur vorgibt und aufpasst, dass Du nichts vergisst. 

 

Auch ist es sinnvoll, dass Du Dir beim Finanzteil Unterstützung suchst (in enger gemeinsamer Absprache). So erspart man sich wenigstens die unzähligen Stunden Recherche, WIE man einen guten Businessplan schreibt.

 

Und nicht vergessen: den Businessplan verfasst man nicht nur für Banken und Investoren, sondern auch um sein eigenes Geschäftsmodell herauszufordern und auf sichere Beine zu stellen.